Liebe Spurensucher,
vor mehr als 16 Jahren begann in der damaligen DDR die friedliche Revolution oder wie wir später sagten die "Wende". Viele von Ihnen sind in der DDR aufgewachsen und können sich noch ganz gut an das alltägliche Leben erinnern. Damals war unser Alltag noch geprägt vom Kino "Sojus", der LPG "Glück auf", von VEB und PGH, von sozialistischen Losungen, Wandbildern und Denkmälern. Wenn man allerdings heute aus dem Fenster schaut, wundert man sich, dass fast nichts mehr an diese Zeit erinnert. Der alte Trabi steht allenfalls noch in der Garage, die HO-Kaufhalle heißt heute Edeka und der Abriss der volkseigenen Betriebe sorgt immerhin für die eine oder andere ABM-Stelle.
Zeit, einmal innezuhalten und genauer hinzuschauen. Gibt es diese "Alltagsspuren der ehemaligen DDR" auch in Ihrer Umgebung? Dazu können ganz unterschiedliche Dinge gehören, wie z.B.:
- sozialistische Denkmäler und Brunnen
- Wandbilder an oder in Wohnhäusern, Schulen, öffentlichen Gebäuden
- Glasmosaiken in Fenstern
- Losungen des Sozialismus (in Stein gehauen oder auf Stein geschrieben)
- Leuchtreklame oder Werbung an Hauswänden
- alte Beschriftungen von Läden (Konsum, HO, ...), Gaststätten (Mitropa, ...) oder Hotels
- Beschriftungen von DDR-Betrieben (VEB, LPG, PGH, V.d.g.B., ...)
- Beschriftungen öffentlicher Gebäude (Kreiskulturhaus, Sparkasse, Jugendklub, Theater, Lichtspiele, Bahnhöfe, ...)
- alle möglichen Hinweisschilder (Betriebsgelände, Schießstand, Staatliche Versicherung, Poliklinik, Öffentlicher Fernsprecher, ...)
- Reste von Plakaten (dürften am schwierigsten zu finden sein)
- und alles, was Sie sonst noch entdecken
Mit diesem Forschungsprojektes möchte ich Spuren des DDR-Alltags in der gesamten "Republik" ausfindig machen und erfassen. Allein ist das nicht zu bewältigen. Wenn Sie also Freude daran haben, auf Spurensuche zu gehen, würde ich Sie bitten, beim Spazierengehen oder beim gezielten Detektivspielen die Augen offen zu halten und einen Fotoapparat mitzunehmen, um die gefundenen "Spuren" zu fotografieren.
Die Fotos können Sie dann schicken an:
Dr. René Zimmer
Wollestraße 33
14482 Potsdam
bzw. für Freunde der Digitalfotografie an:
rene.zimmer@gmx.net
Bitte vermerken Sie auf jedem Foto, wo und wann Sie das gefundene Objekt aufgenommen haben (Ort, Straße) und Ihren Namen plus Adresse. So weiß ich, bei wem ich mich später bedanken kann und bin in der Lage, die Fotos Ihrem Namen zuzuordnen, wenn die schönsten Alltagsspuren am Ende des Projektes in einem Bildband veröffentlicht werden.
Näheres zum Forschungsprojekt, zum Stand seiner Umsetzung, aber auch zu den weitergehenden wissenschaftlichen Zielen finden Sie unter dem Menüpunkt "Projekt".
Herzlichen Dank, dass Sie sich beteiligen und viel Freude bei der Spurensuche wünscht Ihnen
René Zimmer